Freischwinger

Ein Freischwinger ist ein Stuhl ohne durchgehende hintere Standbeine, dessen Gestell meist aus gebogenem Rohrstahl gefertigt ist. Die kufenartige Form nutzt die Elastizität des Materials, sodass der Stuhl beim Hinsetzen und Zurücklehnen leicht nachgibt und in Bewegung mitschwingt. Diese Konstruktion geht auf frühe Entwürfe der 1920er Jahre zurück. Neben Rohrstahl kommen gelegentlich auch verchromte oder pulverbeschichtete Varianten zum Einsatz, die sich in Optik und Pflegeaufwand leicht unterscheiden.

Beim Kauf ist die Stärke des Rohrmaterials entscheidend für Stabilität und Federverhalten, dünnere Rohre schwingen stärker, dickere wirken straffer. Da die Kufen den Boden großflächig berühren, eignen sich Freischwinger gut für harte Böden, auf empfindlichem Parkett empfehlen sich Filzgleiter oder Bodenschoner unter den Kufen. Die Sitzfläche ist meist gepolstert oder mit Geflecht bespannt. Ein Vorteil gegenüber vier festen Beinen liegt zudem darin, dass sich der Boden unter den durchgehenden Kufen leichter reinigen lässt als um vier einzelne Standpunkte herum.

Praktische Auswahlkriterien und Pflegehinweise bündelt der Freischwinger-Ratgeber, mehr zu geflochtenen Sitzflächen erklärt der Eintrag Wiener Geflecht.

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