Schalenstuhl

Ein Schalenstuhl zeichnet sich durch eine Sitzschale aus, die Sitzfläche und Rückenlehne als ein zusammenhängendes, geformtes Element vereint. Die Schale wird häufig aus Kunststoff, Formholz oder faserverstärktem Material hergestellt und auf ein separates Gestell aus Holz oder Metall montiert. Diese Bauweise entstand in der Möbelgeschichte der Nachkriegszeit und prägt bis heute viele moderne Stuhldesigns. Neben Kunststoffschalen gibt es auch Varianten mit textilem Bezug über der Schale, die den Sitzkomfort zusätzlich verbessern, ohne die schlanke Silhouette zu verlieren.

Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf die Oberfläche der Schale, glatte Kunststoffvarianten sind pflegeleicht, während Formholz warm wirkt, aber empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit ist. Für längeres Sitzen ohne zusätzliches Polster kann eine leichte Wölbung der Schale den Komfort verbessern, ein separates Sitzkissen schafft zusätzliche Weichheit. Manche Schalen sind zusätzlich mit kleinen Bohrungen oder einer leichten Wölbung versehen, um die Rückenanlage zu verbessern und ein Durchbiegen im Sitzen zu verringern.

Mehr zu geformten Sitzschalen aus gepresstem Holz liefert der Eintrag Formholz, einen geschichtlichen Überblick über prägende Entwürfe bietet die Seite Stuhl, Geschichte und Designklassiker.

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