Ein Kniestuhl besitzt neben der eigentlichen, meist nach vorne geneigten Sitzfläche eine zusätzliche Auflage für die Knie, auf der ein Teil des Körpergewichts ruht. Durch die Neigung der Sitzfläche öffnet sich der Hüftwinkel, eine Rückenlehne fehlt in der Regel vollständig. Diese Bauform stammt aus den 1970er Jahren und wurde speziell für eine andere Sitzhaltung entwickelt. Neben Modellen mit fester Sitzneigung gibt es auch Ausführungen, bei denen sich der Neigungswinkel individuell einstellen lässt.
Beim Kauf ist zu bedenken, dass ein Kniestuhl keinen Rückenkontakt bietet und die Knie dauerhaft belastet, weshalb er sich eher für abwechselndes Sitzen als für ganztägigen Gebrauch eignet. Die Sitzneigung sollte, sofern verstellbar, individuell angepasst werden. Bei Beschwerden in Knien oder Rücken ist ärztlicher Rat vorsichtig einzuholen, allgemeine Aussagen sind hier nicht möglich. Manche Modelle sind zusätzlich mit einer Wippfunktion ausgestattet, die ein leichtes Vor- und Zurückschaukeln der Sitzfläche ermöglicht.
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